
Wetterschutz und eigenes Kraftwerk in einem. Alle Kosten, Modultypen, Förderung und die besten Anbieter für Ihr Solarterrassendach – ehrlich, transparent und aktuell.
Ein Solarterrassendach kombiniert die Funktion einer klassischen Terrassenüberdachung mit einer Photovoltaikanlage. Statt Glas oder Polycarbonat als Dacheindeckung dienen Solarmodule als tragende Fläche. Diese Module halten Regen ab, spenden Schatten und erzeugen gleichzeitig Strom.
Für dieselbe Bauform sind unterschiedliche Bezeichnungen gebräuchlich: Solarterrasse, PV-Terrassendach, Photovoltaik-Terrassenüberdachung oder Terrassendach mit Solar meinen technisch dasselbe System. Ein Solar-Carport funktioniert nach dem gleichen Prinzip, steht aber über einem Autostellplatz statt einer Terrasse. Wer eine bereits vorhandene Terrassenüberdachung nachrüsten möchte, ergänzt Photovoltaik-Module auf der bestehenden Konstruktion – das ist günstiger, aber optisch weniger integriert.
Schutz vor Regen, UV-Strahlung und direkter Sonneneinstrahlung – wie bei jeder klassischen Terrassenüberdachung.
2.000 bis 4.000 kWh Solarstrom pro Jahr auf 20 m² Fläche – abhängig von Ausrichtung und Modultyp.
Hochwertiges Design mit modernem Look – zeitgemäße Investition in die Immobilie und ihre Ausstattung.
Seit Januar 2023 gilt der Nullsteuersatz: 0 % Mehrwertsteuer auf den kompletten PV-Anteil bis 30 kWp.
Die Kosten hängen von drei Faktoren ab: Größe der Fläche, Modultyp und ob Sie einen Bausatz selbst montieren oder eine Komplettmontage buchen. Bei einer Komplettmontage mit semitransparenten Glas-Glas-Modulen zahlen Sie aktuell zwischen 550 und 800 Euro pro Quadratmeter.
| Größe | Preis Komplettmontage | Jahresertrag (Süd) |
|---|---|---|
| 10 m² | 5.500 – 8.000 € | 800 – 1.400 kWh |
| 15 m² | 8.000 – 12.500 € | 1.200 – 2.100 kWh |
| 20 m² | 10.500 – 16.000 € | 1.800 – 3.000 kWh |
| 30 m² | 15.500 – 24.000 € | 2.700 – 4.500 kWh |
| 50 m² | 25.000 – 38.000 € | 4.500 – 7.500 kWh |
| 100 m² | 48.000 – 72.000 € | 9.000 – 15.000 kWh |
Was ist in den Preisen enthalten? Bei der Komplettmontage decken die genannten Preise die komplette Aluminium-Tragkonstruktion, die Solarmodule (Glas-Glas oder semitransparent), Wechselrichter und Verkabelung, die Montage durch den Fachbetrieb sowie den Netzanschluss und die Anmeldung beim Netzbetreiber ab.
Bausatz-Preise (Selbstmontage): Für einen hochwertigen Bausatz zahlen Sie je nach Größe und Modulqualität rund 30 bis 40 Prozent weniger als für die Komplettmontage. Bei 20 m² sind das statt 10.500 bis 16.000 Euro nur 7.500 bis 11.000 Euro. Sie sparen die Handwerkerkosten, brauchen aber Zeit und einen zugelassenen Elektriker für den Netzanschluss.
Modernes Terrassendach und eigenes Kraftwerk in einem. Ob Komplettmontage durch Profis oder Bausatz zum Selberbauen – jetzt unverbindlich konfigurieren und Stromkosten senken.
☀ Solarterrasse jetzt entdeckenDie Wahl des Modultyps bestimmt Optik, Ertrag und Kosten Ihres Solarterrassendachs. Am Markt haben sich drei Hauptvarianten durchgesetzt, die sich in Transparenz, Wirkungsgrad und Preis deutlich unterscheiden.
Solarzellen mit Abstand zwischen zwei Glasscheiben. Lichtdurchlässigkeit 10–30 %, hochwertige Optik, angenehmer Halbschatten unter dem Dach.
Standard-Photovoltaikmodule auf einer Terrassendach-Unterkonstruktion. Nicht lichtdurchlässig – dafür deutlich höherer Ertrag pro Fläche.
Stromproduktion auf beiden Modulseiten. Mit heller Untergrund-Reflexion bis zu 25 % Zusatzertrag. Aktuell ertragsstärkste Variante am Markt.
Für die klassische Wohnzimmer-Erweiterung im Freien führt fast immer die semitransparente Variante zum besten Ergebnis: Der Sitzbereich bleibt hell, die Optik ist hochwertig, und der Ertrag reicht für einen substanziellen Beitrag zum Eigenverbrauch. Wer über einer wenig genutzten Fläche baut oder maximalen Stromertrag will, fährt mit vollflächigen oder bifazialen Modulen wirtschaftlich günstiger.
Der Jahresertrag hängt maßgeblich von Ausrichtung und Neigung ab. Ein Solarterrassendach ist konstruktionsbedingt flach geneigt (5–15°), was leicht unter dem PV-Ideal von 30° liegt – dafür sind Ausrichtung und Verschattung meist besser als auf vielen Hausdächern.
Ertragstabelle für 20 m² semitransparentes Solarterrassendach:
| Ausrichtung | Jahresertrag | Autarkiegrad (ohne Speicher) |
|---|---|---|
| Süd | 2.400 – 3.000 kWh | 25 – 35 % |
| Ost / West | 1.900 – 2.400 kWh | 30 – 40 % |
| Nord | 1.200 – 1.600 kWh | 20 – 25 % |
Beispielrechnung: Ein 4-Personen-Haushalt verbraucht rund 4.000 kWh Strom pro Jahr. Ein 20 m² großes Solarterrassendach in Süd-Ausrichtung deckt davon ohne Speicher etwa 25 bis 35 Prozent. Mit einem 5-kWh-Speicher (Zusatzinvestition ca. 2.000 – 2.500 €) steigt der Eigenverbrauchsanteil auf 60 bis 75 Prozent.
Bei einem aktuellen Strompreis von 35 Cent pro kWh spart eine 20-m²-Anlage jährlich zwischen 250 und 700 Euro – je nach Ausrichtung und ob ein Speicher installiert ist.
Wer bereits eine Terrassenüberdachung besitzt, kann diese oft mit Photovoltaik nachrüsten. Es gibt aber Grenzen – nicht jede vorhandene Konstruktion trägt die Zusatzlast einer PV-Anlage.
Kostenunterschied Nachrüstung vs. Neubau: Eine Nachrüstung mit aufgelegten Modulen kostet für 20 m² rund 4.500 bis 8.000 Euro. Ein komplett neues Solarterrassendach mit integrierten Modulen liegt bei 10.500 bis 16.000 Euro. Die integrierte Variante ist teurer, aber optisch und ertragstechnisch klar überlegen. Wenn Sie ohnehin über eine neue Terrassenüberdachung nachdenken, ist der Aufpreis für die Solarintegration deutlich niedriger, als beide Systeme separat zu bauen.
Ein Bausatz spart 30 bis 40 Prozent gegenüber der Komplettmontage – aber er ist nicht für jeden geeignet. Der wirtschaftliche Vorteil ist beträchtlich, verlangt aber realistisch bewertete Eigenleistung.
Sie wählen Größe, Modultyp und Konfiguration – der Hersteller liefert vorgefertigten Bausatz mit allen Komponenten und Bauanleitung.
Sie montieren die Aluminium-Tragkonstruktion und die Module. Rechnen Sie mit 2 bis 4 Wochenenden bei 20 m² Fläche. Zweite Person als Helfer nötig.
Zugelassener Elektriker übernimmt Netzanschluss, Wechselrichter-Inbetriebnahme und Anmeldung im Marktstammdatenregister. Kosten: 500–1.200 €.
Bausatz-Kosten für 20 m² Solarterrassendach: 7.500 bis 11.000 Euro für Material und Module, plus 500 bis 1.200 Euro für den Elektriker. Selbst mit dieser Fremdleistung liegen Sie deutlich unter dem Preis einer Komplettmontage.
Für wen sich die Komplettmontage besser lohnt: Wer keine handwerkliche Erfahrung, keine Zeit oder keine Verantwortung für Garantie und Statik übernehmen will, fährt mit der Komplettlösung besser. Der Preisunterschied ist geringer als gedacht, wenn Sie Ihre eigene Zeit realistisch bewerten – 40 bis 60 Arbeitsstunden Eigenleistung sind für einen Bausatz normal.
Ob Sie selbst bauen und 30–40 % sparen wollen oder die komplette Montage durch Profis bevorzugen – bei Premium Solarglas bekommen Sie beides. Konfigurierbar nach Maß, mit 30 Jahren Garantie auf die Module.
☀ Konfigurator öffnenOb Sie eine Baugenehmigung brauchen, hängt vom Bundesland ab. In manchen Ländern sind Terrassenüberdachungen bis zu einer bestimmten Größe genehmigungsfrei, in anderen ist grundsätzlich eine Genehmigung erforderlich. Für das Solarterrassendach gelten dieselben Regeln wie für die klassische Terrassenüberdachung – die integrierten Photovoltaik-Module ändern an der bauordnungsrechtlichen Bewertung nichts.
Wichtig: Auch wenn kein Bauantrag nötig ist, müssen Sie sich an Abstandsflächen, Grenzabstände zum Nachbarn und die örtliche Gestaltungssatzung halten. In Neubaugebieten regelt oft ein Bebauungsplan zusätzlich, was zulässig ist. Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder in Gestaltungsschutzgebieten sind auch bei kleinen Anlagen häufig Sondergenehmigungen nötig.
Direkte Förderprogramme speziell für Solarterrassendächer gibt es nicht. Aber der Photovoltaik-Anteil profitiert von mehreren steuerlichen und finanziellen Vergünstigungen, die die Investition deutlich attraktiver machen.
Nullsteuersatz seit Januar 2023 auf PV-Anlagen bis 30 kWp. Betrifft Module, Wechselrichter und Montage. Spart 10–15 % der Gesamtkosten.
Aktuell 7,78 Cent/kWh für eingespeisten Strom (Teileinspeisung, Anlagen bis 10 kWp). 20 Jahre garantiert ab Inbetriebnahme.
Zinsgünstiger Kredit für erneuerbare Energien. Effektiv ab ca. 4,5 % Jahreszins, Laufzeit bis 30 Jahre. Antrag vor Bestellung stellen.
Zuschüsse von 100–1.000 € je nach Bundesland und Gemeinde. Besonders aktiv: BW, Berlin, NRW. Programme ändern sich häufig.
Die Amortisationszeit ist der wichtigste wirtschaftliche Kennwert für Ihr Solarterrassendach. Sie hängt von Investition, Eigenverbrauchsanteil und Strompreis ab. Nutzen Sie den Rechner unten, um Ihre individuelle Konfiguration durchzurechnen:
Berechnen Sie Ertrag, Ersparnis und Amortisationszeit für Ihre Konfiguration
Die Berechnung geht von aktuellen Strompreisen aus. In der Realität steigen Strompreise seit Jahren um durchschnittlich 3 bis 5 Prozent pro Jahr, was die tatsächliche Amortisationszeit spürbar verkürzt. Nach der Amortisationszeit produziert die Anlage weitere 10 bis 15 Jahre praktisch kostenlos Strom. Bei einer Modul-Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren ergibt sich in vielen Konfigurationen ein Gesamtgewinn von 6.000 bis 15.000 Euro.
Eine ehrliche Bewertung zeigt: Ein Solarterrassendach hat handfeste Vorteile, ist aber nicht in jeder Konstellation die wirtschaftlich beste Wahl.
Ehrliche Antwort vorweg: Wenn Ihr Hausdach für eine Photovoltaikanlage geeignet ist, ist eine klassische Aufdach-PV wirtschaftlich immer die bessere Wahl. Sie kostet pro Kilowattpeak weniger, produziert wegen der optimalen Neigung mehr Strom pro Modul und amortisiert sich schneller.
Ein Solarterrassendach ist die richtige Wahl in drei konkreten Fällen:
Denkmalschutz, Nordausrichtung, mangelnde Statik, Verschattung oder Reetdach.
Sie wollten ohnehin eine Terrassenüberdachung – der Solar-Aufpreis lohnt sich.
Bereits vorhandene Dach-PV, aber E-Auto, Wärmepumpe oder mehr Bedarf.
Für alle anderen gilt: Erst gründlich prüfen, ob das Hausdach nicht doch geeignet ist. Ein Fachbetrieb kann bei einer kostenlosen Vor-Ort-Analyse in 30 Minuten klären, ob eine Aufdach-Anlage möglich und wirtschaftlicher wäre.
Der deutsche Markt für Solarterrassendächer ist überschaubar. Nur eine Handvoll Hersteller bietet echte integrierte Systeme mit Glas-Glas-Modulen an. Die meisten Marktteilnehmer sind entweder klassische Terrassenüberdachungsbauer, die Photovoltaik-Module aufsetzen (weniger elegant), oder Photovoltaik-Firmen ohne echte Terrassendach-Expertise.
Für einen echten Vergleich lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen. Achten Sie beim Anbieter-Check auf drei Punkte: Erstens, wie lange die Garantie auf die Module und die Konstruktion läuft. Zweitens, ob semitransparente Glas-Glas-Module Standard sind oder nur aufgelegte Module angeboten werden. Drittens, ob Sie zwischen Bausatz und Komplettmontage wählen können – das entscheidet oft über mehrere tausend Euro Preisunterschied.
Premium Solarglas hat sich auf integrierte Solarterrassen und Solar-Carports spezialisiert. Was den Anbieter aus unserer Sicht auszeichnet:
Aktuelles Marktoptimum bei Solarmodulen – deutlich mehr als bei Standardherstellern und Premium-Zusicherung.
Beide Optionen verfügbar. Sie entscheiden nach Budget, Zeit und handwerklichem Können.
Individuell konfigurierbar auf Ihre Terrasse – keine starren Standardgrößen wie bei vielen Anbietern.
Lieferung und Montage über zertifizierte Fachpartner in ganz Deutschland – auch in Ihrer Region.
Premium Solarglas bietet integrierte Solarterrassen mit semitransparenten Glas-Glas-Modulen, 30 Jahren Garantie und beiden Montage-Optionen. Konfigurator führt Sie in wenigen Klicks zum individuellen Angebot.
☀ Solarterrasse jetzt konfigurierenHÄUFIGE FRAGEN
Ein Solarterrassendach kostet aktuell zwischen 550 und 800 Euro pro Quadratmeter bei Komplettmontage mit semitransparenten Glas-Glas-Modulen. Für 20 m² liegen Sie damit bei 11.000 bis 16.000 Euro. Als Bausatz kommen Sie 30 bis 40 Prozent günstiger weg, zahlen dann aber Ihre eigene Arbeitszeit und einen Elektriker für den Netzanschluss.
Die drei größten Nachteile sind: höhere Anschaffungskosten als bei einer klassischen Aufdach-PV, längere Amortisationszeit (12 bis 17 Jahre statt 8 bis 12 Jahre bei Dach-PV) und regelmäßiger Reinigungsaufwand wegen der geringen Neigung. Wenn Ihr Hausdach für Photovoltaik geeignet ist, ist eine Aufdach-Anlage fast immer wirtschaftlicher.
Ein 100 m² großes Solarterrassendach kostet aktuell zwischen 48.000 und 72.000 Euro bei Komplettmontage. Der Preis pro Quadratmeter sinkt bei größeren Anlagen leicht durch Skaleneffekte. Als Bausatz reduziert sich der Materialpreis auf etwa 33.000 bis 48.000 Euro — plus Elektriker-Kosten und Ihr eigener Arbeitseinsatz.
Ja, wenn drei Bedingungen erfüllt sind: Erstens, Sie hätten ohnehin eine Terrassenüberdachung gebaut — dann rechtfertigt der PV-Aufpreis sich fast automatisch. Zweitens, Ihr Hausdach eignet sich nicht für eine klassische PV-Anlage. Drittens, Sie planen mindestens 15 Jahre in der Immobilie zu bleiben, damit sich die Investition voll amortisiert. Nutzen Sie den Rechner weiter oben auf dieser Seite für Ihre konkreten Zahlen.
Ja, mit einem Bausatz ist die Selbstmontage möglich, wenn Sie handwerklich versiert sind. Sie sparen 30 bis 40 Prozent der Kosten. Der elektrische Anschluss und die Netzanmeldung müssen aber zwingend durch einen zugelassenen Elektriker erfolgen — das können Sie nicht selbst machen. Rechnen Sie mit 2 bis 4 Wochenenden Arbeitszeit für ein 20-m²-System.
Das hängt vom Bundesland ab und ist unabhängig davon, ob das Dach Solarmodule enthält oder nicht. Die Genehmigungspflicht richtet sich nach der Landesbauordnung. Auch genehmigungsfreie Konstruktionen müssen Abstandsflächen, Grenzabstände und örtliche Gestaltungssatzungen einhalten. Detaillierte Regelungen finden Sie in unserer Baugenehmigungs-Übersicht für alle Bundesländer.
Der PV-Anteil ist seit 2023 komplett mehrwertsteuerbefreit (0 % MwSt.). Für eingespeisten Strom gibt es 7,78 Cent/kWh Einspeisevergütung, garantiert für 20 Jahre. Zusätzlich fördern einige Bundesländer und Kommunen mit Zuschüssen von 100 bis 1.000 Euro. Die KfW bietet zinsgünstige Kredite über das Programm 270. Prüfen Sie aktuelle Programme immer vor Bestellung, weil sich Konditionen häufig ändern.